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Woman. Life. Story. Infoflyer als pdf: englisch  deutsch  arabisch  französisch

Das Projekt Woman. Life. Story besteht aus dem Bündnis zwischen dem Verein kiezkieken – Berliner Kurzfilmfestival e.V., der aus dem kulturellen Bereich kommt, dem Mehrgenerationenhaus Orangerie-Kiezspinne und Gangway e.V. (Café Maggie) und wird gefördert von Frauen ID.
Woman. Life. Story startet im Juli 2017 und läuft bis Ende Oktober 2017. In Workshops erstellen Frauen Fotofilme über Digital Storytelling. Es handelt sich hierbei um eine einfache und schnell umsetzbare Methode Filme herzustellen. Eine Tonaufnahme (eine Erzählung/Geschichte/Erfahrung) wird über ein Bild, mehrere Bilder oder kurze Videosequenzen gelegt und so entsteht ein kurzer Film. Es geht in erster Linie darum, dass die Frauen selbst etwas kreieren und den gesamten
Entstehungsprozess autonom gestalten. Die Workshopleiterinnen geben Hilfestellungen und künstlerische Anregungen und zeigen verschiedene Techniken, lassen den Frauen aber ihren kreativen Freiraum. Dadurch sollen die Frauen empowert werden und lernen wie sie eigenständig ein kleines Filmprojekt umsetzen können. Die Frauen arbeiten in Gruppen und können sich gegenseitig mit der Umsetzung ihrer Filme unterstützen und inspirieren.
Im Projekt Woman. Life. Story. geben eine Einführungsveranstaltung und eine Abschlussveranstaltung den Rahmen für die Workshops mit 16 Teilnehmerinnen. Bei der Infoveranstaltung werden auch Männer eingeladen und das Projekt wird vorgestellt mit Filmpräsentationen, Gesprächen und Fragerunden. Die Themen sind zum Beispiel Musik, Freundschaft, Kochen, Natur, Mutterschaft, Liebe, Reisen, Traum. Diese sind jedoch flexible Orientierungshilfen und die Frauen können mitbestimmen. Im zweiten Drittel wird der Workshop “Öffentlichkeitsarbeit” angeboten, bei dem die Frauen eine Webseite und Flyer erstellen. Bei der Abschlussveranstaltung wird gemeinsam über die weitere Verbreitung der Filme gesprochen. Für die Frauen mit Kindern, gibt es eine fachliche
Betreuung vor Ort im Rahmen des Projekts. Nicht geflüchtete Frauen können als Mentorinnen zusätzlich an den Workshops teilnehmen, um eine gegenseitige Vernetzung zu fördern. Zur besseren Veranschaulichung der Workshops hier ein Beispielablauf:
Am Anfang des ersten Tages lernen sich alle Teilnehmerinnen kennen. Der erste Tag kann im Café Maggie stattfinden, oder ein Ausflug zu einem thematisch passenden Ort sein. In einem Geschichten-Erzählkreis erzählt jede Teilnehmerin und die Workshopleiterinnen eine Geschichte / Erfahrung, die mit dem Thema zu tun hat. Dieser Kreis ist eine Form von “Consciousness-raising”: der gegenseitige Austausch kann die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen bieten und den Frauen kann bewusst werden, dass sie mit ihren
Erfahrungen nicht alleine sind und sie können sich dadurch gestärkt fühlen.
Danach schreiben die Teilnehmerinnen ihre Geschichten auf. Im Anschluss lesen sie die Geschichten nochmals vor und besprechen sie in der Gruppe. Dann nehmen sie gegenseitig mit einem professionellen Tonaufnahmegerät ihre Geschichten auf. Darüber hinaus unterstützen sich die Frauen in der Ideen- und Titelfindung.
Am zweiten Tag werden die Filme in der Kiezspinne gestaltet. Jede Frau kann sich nach ihrem Interesse kreativ verwirklichen und wird durch die Fachkräfte unterstützt, geeignete Umsetzungsstrategien zu finden. Wenn sie bereits vorhandene Fotos verwenden möchte, sollte sie diese mitbringen. Sie kann aber auch selbst Bilder produzieren (Fotos, gemalte Bilder, Videoaufnahmen,Collagen…). Je nach Zeitbedarf kann dieser visuelle Teil aber auch schon am ersten Tag begonnen werden. Im Computerraum werden die Bilder und die Tonaufnahmen mit der einfach benutzbaren Freeware windows movie maker zusammen gefügt. Die Frauen sollen jeden Schritt eigenständig durchführen. Die
Workshopleiterinnen stehen nur beratend zur Seite, sie greifen nicht in den Prozess ein. Dadurch lernen die Frauen auch, emanzipiert und eigenständig zu arbeiten. Als letztes kommen noch die Untertitel, die in die Filme eingefügt werden. Dies übernehmen die Frauen selbst mit Hilfe von Übersetzerinnen. Als Abschluss werden alle Filme gemeinsam angesehen und es wird ein Titel für den gesamten Workshop wie zum Beispiel “Grenzenlos Träumen” beim Thema Traum gefunden. Abschließend werden die Filme im Kino ZUKUNFT, im Café Maggie und in der Kiezspinne präsentiert. Ob und wie die Filme präsentiert werden, liegt jedoch im Ermessen der Frauen. Zusätzlich werden die
Frauen über ihre Bildrechte und mögliche Gefahren der Veröffentlichung aufgeklärt.

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